Der Volo-Blog der Freien Presse

Jetzt erzählen die Nachwuchsredakteure


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Im „Future Lab“ des Journalismus

VON MICHAEL KUNZE

Wohin die Reise der Zunft geht, lässt sich gut in einer Nutzwert(Ex-„Ratgeber“)-Redaktion beobachten. Viele waren schon vorher da – während meines Gastspiels tauchten aber weitere, recht grundsätzliche Fragen auf.

DRESDEN. Der Journalismus der Zukunft wird entweder für Leser, Hörer, Zuschauer von Nutzen sein – und zwar irgendwie auf Euro und Cent bezifferbar. Oder er wird nicht mehr sein. So hat das meine Chefin kürzlich nicht gesagt. Sie hat überhaupt nicht gesagt, welche Zukunft sie für den Journalismus sieht, in welcher Form, mit welchem Gestus. Danach hatte ich sie allerdings auch nicht gefragt.

Deutlich, sehr deutlich gemacht hat sie mir aber zu Beginn meiner letzten Ausbildungsstation im Volontariat, wo sie keine Perspektiven erkennt – zumindest für ihr Metier, das Printmedien-Lesern einst als „Ratgeber“ in der Kopfzeile der jeweiligen Zeitungsseite angekündigt wurde. Gaaanz laaange her ist das. Da gab es Tipps für den Garten, Kochrezepte, Kolumnen von Weinliebhabern, Hundefreundinnen, Weiterlesen


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Crossmedia-Voloschulung in Leipzig: Check!

VON RICARDA TERJUNG

Zeit für ein bisschen Eigenlob: Die nächste Runde der Freie-Presse-Volos hat den „Volontärskurs Crossmedia“ an der Leipzig School of Media abgeschlossen. Fünfmal sind wir dafür nach Leipzig gereist und haben zusammen mit Volontären anderer Medien jeweils viertägige Schulungen zu unterschiedlichen Themenkomplexen besucht. Worum ging’s dabei? Und: Wie war’s?

Wie sich das für ambitionierte junge Leute gehört, betrieben wir anfangs erst einmal ein bisschen Grundlagenforschung: Welche Spezialfunktionen hat Google? Wie ermittelt man den Betreiber einer Domain? Und wo geht’s zum Friedhof des Internets, in dem alte Seiten auftauchen, die eigentlich nicht mehr abrufbar sind? Albrecht Ude vom Netzwerk Recherche hat uns in kürzester Zeit erstaunlich viele Tricks der Onlinerecherche gezeigt.

Weil ein Journalist sich in den unterschiedlichen Darstellungsformen auskennen muss, beschäftigten wir uns in Modul zwei der Schulung mit Meldung, Bericht, Interview, Feature, Kommentar und Reportage. Natürlich mussten wir dabei Weiterlesen


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+++ Eilmeldung: „Freie Presse“ sucht Volontäre +++

VON DER REDAKTION

Die „Freie Presse“ wird dieses Jahr 70 Jahre alt! Zeit für Nachwuchs. Du hast Lust, nach spannenden Geschichten im Lokalen zu graben oder größere Themen zu recherchieren, du bist neugierig und möchtest in der Redaktion deine Ideen einbringen – und das alles bei Sachsens größter Tageszeitung? Dann ist das deine Chance! Bewirb dich um ein Volontariat bei der „Freien Presse“. Außerdem freuen wir aktuellen Volontäre uns natürlich auch über neue Kollegen ;-).

Hier die Fakten zur Bewerbung:

  • An: Freie Presse
    Chefredaktion
    Brückenstraße 15
    09111 Chemnitz
  • bis spätestens 30. April (Einsendeschluss wurde verlängert)
  • mit Lebenslauf, Hochschul- und Abiturzeugnis sowie fünf bis sechs Arbeitsproben

Das Volo:

  • dauert zwei Jahre
  • alle drei Monate wird die Redaktion gewechselt
  • Pflichtstationen sind: Politik, Wirtschaft, Kultur oder Sport, Online, Lokales
  • neben internen Schulungen finden Weiterbildung bei externen Partnern statt
  • Wohnort ist am besten in Chemnitz
  • Volo-Gehalt reicht hier gut zum Leben
  • Pkw-Führerschein wird gebraucht
  • Start ist spätestens der 1. Januar 2017

Ihr solltet:

  • ein abgeschlossenes Studium haben, bestenfalls mit naturwissenschaftlicher, betriebswirtschaftlicher oder juristischer Ausbildung
  • schon journalistische Erfahrungen gesammelt haben
  • auf Menschen zugehen können
  • euch für verschiedene Themen interessieren
  • Sachsen kennenlernen wollen

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Neunerlei

VON DER REDAKTION

Geht die „Freie-Presse“-Vologruppe zum Fototermin. Und stellt fest, dass auch bei Gruppenbildern von Volontären gilt: (Nicht nur) Einer guckt immer doof.

Volo-Gruppenbild

Neun fleißige „Freie-Presse“-Volontäre. Von links: Ricarda Terjung, Sarah Hofmann, Julia Keller, Christoph Pengel, Michael Kunze, Anne Schwesinger, Chistian Meyer, Patrick Herrl, Roberto Jurkschat. Foto: Jan Sigel

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Journalist und (Geistes-) Wissenschaftler – einander fremd?

VON MICHAEL KUNZE

Mit dem Internet geht eine große Beschleunigung einher – des Denkens, der Informationsbeschaffung und -übertragung, dazu immer schnellere Verkehrsmittel. Journalismus und (Geistes-) Wissenschaft sind da nicht außen vor. Während Online- und Printkollegen längst konkurrieren, ist auch die Forscherzunft nicht außen vor. Die kursorische Nabelschau eines Journalisten, der Geisteswissenschaftler ist.

Themen

Die Auswahl ist für Journalisten wie Geisteswissenschaftler gleichermaßen groß. Sie wird in erster Linie (sollte jedenfalls) begrenzt durch die eigene Fähigkeit, sich in unbekannte Zusammenhänge einzuarbeiten oder durch den Themenkreis eines Mediums, in dem das Ergebnis veröffentlicht werden soll.

Beispiele: In einer Lifestyle-Zeitschrift wird es schwierig, neue Erkenntnisse zum Maisanbau unterzubringen. Ein Aufsatz zum baltischen Luthertum Adolf von Harnacks dürfte es in einer Publikation schwerhaben, die sich Weiterlesen


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Druckfrisch: Wir sind die neuen …

Die neuen Volos im Druckzentrum

Startschuss für einen neuen Volojahrgang: Am ersten Tag ging’s für Anne Schwesinger, Patrick Herrl, Ricarda Terjung, Sarah Hofmann und Christian Meyer (v.l.) ins Druckzentrum. Foto: Privat

VON ANNE SCHWESINGER

… Volontäre. Wir? Vier neue Volos und ein nicht mehr ganz neuer wurden am 1. Oktober bei der Freien Presse begrüßt: Patrick Herrl, Ricarda Terjung, Sarah Hofmann, Anne Schwesinger und Christian Meyer. Auf dem Programm stand auch ein Besuch im Druckzentrum des Verlages.

Wir hatten Glück: Die Maschinen liefen und es wurden bereits die ersten Teile der Freie Presse-Ausgabe des kommenden Tages gedruckt. Denn die Ausgabe am Tag vor dem Tag der deutschen Einheit enthält besonders viele Beilagen, so dass schon frühzeitig mit dem Druck begonnen wurde. Der technische Leiter, Erik Hofmann, und Mitarbeiter Jörg Berthold führten uns durch die Hallen bis zur Ausgabe der Zeitungsbündel an die Transporter.

Früher flogen in der Maschinenhalle so viele Farbteilchen durch die Luft, dass man am Ende eines Arbeitstages nach dem Naseputzen sagen konnte, ob mehr Bilder in Blau oder in Rot gedruckt worden waren. Das ist heute nicht mehr so. Jetzt läuft vieles automatisiert, so dass zum Beispiel die übermannshohen Papierrollen nur noch in Reih und Glied in Position gerollt werden, um dann von einer Maschine angepackt und an die richtige Stelle befördert und von dort aus weiterverarbeitet werden.

Diese riesigen Papierrollen werden in den kommenden Wochen auch mit unseren Artikeln bedruckt werden. Wir sind gespannt auf die Aufgaben in unseren ersten Einsatzorten.


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Und den Oskar bekommt…

Zum elften Mal wurden am vergangenen Wochenende Sachsens beste Schülerzeitungen mit dem Jugendjournalistenpreis ausgezeichnet. Julia Keller saß für die „Freie Presse“ in der Jury – und hat herausgefunden, dass die Arbeit in der Nachwuchsredaktion den Weg zum Traumberuf ebnen kann.

VON JULIA KELLER

Vor einem Jahr hat Tom Solbrig noch selbst im Publikum gesessen und sich voller Spannung gefragt, ob seine Schülerzeitung zu den besten des Freistaats zählt, ob die Redaktion eine der Trophäen namens Oskar mit nach Hause nehmen darf.  Bei der diesjährigen Preisverleihung des Sächsischen Jugendjournalistenpreises steht Tom Solbrig in Leipzig auf der Bühne, gemeinsam mit Jörg Flachowsky, der als Redaktionsleiter bei dem Verlag für Kinder- und Jugendkommunikation „Jungvornweg“ arbeitet. Gemeinsam müssen sie sich von Moderatorin Lydia Herms mit Fragen löchern lassen – stellvertretend für alle insgesamt 15 Jurymitglieder, die in diesem Jahr entschieden haben, welche der 82 eingereichten sächsischen Schülerzeitungen preiswürdig sind.

Oskar, der Award des Sächsischen Jugendjournalistenpreises

Die Oskars warten gespannt auf ihre Preisträger. Foto: Julia Keller

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Vom Volo in den Traumjob

Von Tanja Goldbecher

Sebastian Siebertz hat es in die Sportredaktion der Freien Presse geschafft. Foto: T. Goldbecher

Sebastian Siebertz hat es in die Sportredaktion der Freien Presse geschafft. Foto: T. Goldbecher

Sportlicher Karrieresprung: Sebastian Siebertz wird nach seinem Volontariat als überregionaler Sportredakteur bei der Freien Presse eingestellt. Termine, Zeitdruck, Planung – diese neue Aufgabe bringt schon mal eine schlaflose Nacht mit sich. Aber einen besseren und spannenderen Job könnte er sich nicht vorstellen. Im Interview erzählt Sebastian, welche Sportereignisse er besonders ins Auge fassen wird und wie gute Sportberichterstattung funktioniert. Ein paar Tipps für alle, die Sportjournalisten werden wollen, hat er ebenfalls in petto. Weiterlesen


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Ein Lob auf das Lokale

Von Christian Meyer „Landfrauen Kochen mit Kindern und Kartoffeln“, „Löschgruppe fördert Kinder mit Glühwein“, „Polizist schießt mit Messer bewaffneten Mann nieder“ – solche misslungenen und mitunter unfreiwillig komischen Schlagzeilen finden sich zuhauf auf der Facebookseite „Perlen des Lokaljournalismus“. Die Seite ist ein Renner im sozialen Netzwerk und hat aktuell über 151.000 Gefällt-mir-Klicks. Neben seltsamen Headlines gibt es auch jede Menge andere Scharmützel. So ist in einer Meldung von Reisebussen an der „deutsch-italienischen Grenze“ zu lesen, in einer anderen hat ein von der Polizei gestoppter Fahrer tatsächlich „1,9 Promille Blut im Alkohol“. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

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Redaktion ist nicht gleich Redaktion

Von Eva Marie Stegmann

Das Schöne am Volontariat bei der Freien Presse ist, dass wir die volle Bandbreite des journalistischen Arbeitens erleben. Das hat viele Variationen. So unterscheiden sich zum Beispiel die Kulturredaktion und eine kleine Lokalredaktion nicht nur in der Art des Schreibens. Ein kleiner Vergleich. Weiterlesen