Der Volo-Blog der Freien Presse

Jetzt erzählen die Nachwuchsredakteure

Hall of Fame – Wir haben’s geschafft!

Zwei Jahre dauert die Volontärsausbildung bei der Freien Presse. Wer diese 24-monatige Tour durch sämtliche Lokal- und Mantelredaktionen zwischen Plauen und Freiberg, Rochlitz und Annaberg-Buchholz geschafft hat, wird zum Ritter… ach was… zum Redakteur geschlagen. Und wird feierlich in dieser Hall of Fame empfangen.

Patrick Herrl – Volo bis Dezember 2016, nun RedakteurPatrick01

Mein Weg zur Freien Presse … war eigentlich ein nicht geplanter Abstecher während eines gemütlichen Sommerspaziergangs in den Semesterferien. In Flipflops, Bermudas und mit Poloshirt besuchte der Philosophiestudent die Lokalredaktion in Annaberg. Auf der Suche nach einem spannenden Praktikum. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Regionalleiter über Kant, Nietzsche und Marx war die Sache gebongt. Aus dem sechswöchigen Schnupperkurs wurden schließlich sieben Jahre als Freier Mitarbeiter in den verschiedensten Bereichen im Erzgebirge. Und nun Volontär. Tja, was soll ich sagen. Die Erzgebirger sind eben ein treues Volk.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre, … müsste ich mich womöglich mit der Frage auseinandersetzen, wozu ein Philosoph sonst noch in unserer Gesellschaft taugt. Vielleicht würde ich auch wieder als Busfahrer oder Portier arbeiten. Wer weiß schon, was der Zufall sonst noch so zu bieten hätte.

Mein erster veröffentlichter Artikel … ist während des Studiums für eine Ausstellung in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden entstanden. Der Titel: Technikgeschichte aus sozialwissenschaftlicher Perspektive. Erstmals für die „Freie Presse“ durfte ich über die Wanderwochen „Echt Erzgebirge“ berichten. Nachdem die zuständige Redakteurin ihn überarbeitet hatte, war wenig von der ursprünglichen Fassung übrig geblieben. Heute weiß ich: Zu Recht!

Wenn ich Chefredakteur wäre, … würde ich kollektivbildende Maßnahmen in den jeweiligen Redaktionen zur Pflicht machen. Gemeinschaftsgefühl unter Kollegen ist ein wichtiger Faktor. Getreu dem Motto: Glückliche Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte … Da gibt es reichlich Kandidaten. Am spannendsten wäre sicherlich der Dialog mit dem großen Pessimisten Arthur Schopenhauer.

Mail an Patrick Herrl

Christian Meyer – Volo bis Dezember 2016, nun Redakteur

Mein Weg zur Freien Presse … fing klein und unscheinbar an. Die erste Berührung mit Journalismus bekam ich über mein Engagement für Sportvereine. Da brauchte man immer jemanden, der „mal was für die Webseite schreibt“. Es wurde dann ziemlich schnell mehr als nur die Webseite. Später war ich als Mitarbeiter für verschiedene Stadtmagazine am Start. Parallel dazu Höhenluft-Training im Elfenbeinturm Universität. Nun ist das Trainingslager vorbei und die Volo-Saison beginnt.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre, …  würde ich jetzt an der Uni an meiner Masterarbeit werkeln, die ich für mein Volo auf Eis gelegt habe. Ob und wann sie von dort wieder aufgetaut wird – da muss ich erstmal den Kaffeesatz lesen.

Mein erster veröffentlichter Artikel … war so klein, in den Tiefen des Lokalsport und wohl noch vom Redakteur bearbeitet, dass ich mich tatsächlich nicht daran erinnern kann (und will).

Wenn ich Chefredakteur wäre, … würde ich alles GANZ GENAU SO machen wie es jetzt ist (Obacht, man weiß nie, wer das hier liest ;)

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte … am liebsten interviewt man Menschen mit interessanten Geschichten. Und die haben viele zu erzählen, auch wenn sie nicht den Status „prominent“ tragen. Was die bekannteren Zeitgenossen angeht: Beate Zschäpe. Nicht zuletzt, weil wir jahrelang in der gleich Stadt gewohnt haben.

Mail an Christian Meyer

Michael Kunze – Volo bis September 2016, nun ausgebildeter Redakteur

Mein Weg zur Freien Presse … war ein verschlungener. Zum Journalismus kam ich erst relativ spät. Ich hatte während meiner Promotion einen Korrespondenten der F.A.Z. kennengelernt, der mich zu einem Praktikum einlud. Auf den Geschmack gekommen, suchte ich nach weiteren Gelegenheiten – und fand sie beim Rheinischen Merkur, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und bei MDR Figaro. Das Radio-Einmaleins lernte ich beim Chemnitzer Uni-Sender, bis ich im Herbst 2011 für eine Vertretung bei der Freien Presse anheuerte. Und – mit einer Pause – blieb, zunächst als Freelancer, nun als Volontär.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre, … dann vielleicht an der Uni als wissenschaftlicher Mitarbeiter, mich in einem Studierstübchen hinter Büchern vergrabend.

Mein erster veröffentlichter Artikel …, geschrieben in Düsseldorf, erschien im Juni 2009 in der F.A.Z.-Rubrik „Streifzüge“. Er trug den Titel „Schulbekleidung wird zur Marke“ und handelte von Schuluniformen.

Wenn ich Chefredakteur wäre, … hätte der Kulturteil ein, zwei Seiten mehr Platz.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte … Martin Mosebach und, lebte er noch, Louis de Funès. Aber auch Alf wäre ein Knüller, mit dem ich über die Lage in Nicaragua sprechen oder – wäre Willie dabei – Verben konjugieren würde.

Mail an Michael Kunze

Julia Keller – Volo bis Dezember 2015, nun Redakteurin

Mein Weg zur Freien Presse… schien für mich als gebürtige Crimmitschauerin mit dem Berufswunsch Journalismus zunächst naheliegend, führte dann aber doch über eine Onlinezeitschrift, Radio und Fernsehen und enthielt Abstecher nach Greifswald und Schweden.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre… säße ich vermutlich immer noch angestrengt über Beispiel-Allgemeinwissens-Tests und Probereportagen.

Mein erster veröffentlichter Artikel… entstand, weil ich zu zeitig am Tag schon den Fernseher einschaltete – und dabei bemerkte, wie im Morgenmagazin ein Thema zwischen den Fingern der Moderatorin zerrann.

Wenn ich Chefredakteurin wäre… bräuchte ich mir vermutlich keine Sorgen mehr um meine BaFöG-Schulden zu machen.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte… Den Literaturkritiker Denis Scheck. Der durfte für seine Arbeit schon so viele interessante Menschen treffen und tolle Orte bereisen, dass er bestimmt eine Menge zu erzählen hat – natürlich auch über Journalismus.

Mail an Julia Keller

Christoph Pengel – Volo bis Dezember 2015, nun Redakteur

Mein Weg zur Freien Presse… in Schlagzeilen ausgedrückt:

Osterburg (1985): „Neugeborenes hat leichtes Übergewicht, Eltern trotzdem glücklich“

Arendsee/Sachsen Anhalt (1998): „13-Jähriger setzt Kühlschrank in Brand“

Göttingen (2005): „Essen, Schlafen, Trinken: Philosophiestudenten suchen das Wesentliche“

Istanbul (2009): „Auf der anderen Seite“

Göttingen (2012): „Empirische Studie beweist: Langzeitstudenten sind glücklicher als Turbo-Bachelors“

Phnom Penh (2012): „Alles Roger in Kambodscha“

Chemnitz (2013): „Unfassbar: Freie Presse wirbt Autor eines Göttinger Straßenmagazins für Volontariat ab“

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre… würde ich für die Göttinger Staats- und Universitätsbibliothek immer noch Tag für Tag Bücher einscannen: Großes Buch, kleines Buch, gelbes Buch…eine facettenreiche Arbeit mit viel Abwechslung.

Mein erster veröffentlichter Artikel… handelte von künstlicher Intelligenz – ein Nebenprodukt meiner Magisterarbeit.

Wenn ich Chefredakteur wäre… Ich bitte Sie, das führt den Leser komplett in die Irre! So können sie nicht in einen Text einsteigen! Damit setzen Sie unsere Glaubwürdigkeit aufs Spiel! Wo haben Sie das bitte gelernt? Was zählt, sind Fakten. Also: Recherchieren Sie gründlich! Seien Sie objektiv! Fangen Sie nochmal von vorne an. Ich verlasse mich auf Sie.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte… Fidel Castro, nach gelungener Weltrevolution, mit viel Zigarren und Rum. Ich: „Herr Castro, das hätte Ihnen keiner mehr zugetraut, aber sie haben immer an sich geglaubt…“

Mail an Christoph Pengel

Cornelia Hennersdorf – Volo bis November 2015, nun Redakteurin

Mein Weg zur Freien Presse… führte mich von Freiberg aus zunächst nach Australien und dort durch diverse sinnvolle und sinnfreie Nebenjobs (Wassersprenkler auf einer Olivenplantage reparieren, nachts Pizza an hungriges Partyvolk verkaufen, Unkraut jäten) zu meinem Studium der Deutschen Sprache und Literatur nach Halle an der Saale. Neben dem Studium habe ich dort in der Onlineredaktion der Mitteldeutschen Zeitung, mz-web.de, gearbeitet. Den Master in Onlinejournalismus im Gepäck verließ ich fünf Jahre später die Händelstadt, wandelte auf Inkapfaden durch Südamerika, um im Oktober 2012 meine erste feste Stelle als Volontärin bei der Freien Presse in Chemnitz zu beginnen.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre… würde ich wahrscheinlich weiter durch die Weltgeschichte ziehen – oder mich als Onlinejournalistin verdingen.

Mein erster veröffentlichter Artikel… war ein kleiner Einspalter auf der Sportseite in der Freiberger Lokalausgabe der Freien Presse. Nach meinem zweiwöchigen Schulpraktikum 2002 in der Redaktion durfte ich über einen internationalen Schwimmwettkampf in Dänemark schreiben.

Wenn ich Chefredakteurin wäre… würde jeder Mitarbeiter zum Geburtstag eine köstliche Freiberger Eierschecke bekommen.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte… naja Napoleon hätte bestimmt ne Menge zu erzählen. :-)

Mail an Cornelia Hennersdorf

Tanja Goldbecher – Volo bis September 2015, nun Redakteurin

Mein Weg zur Freien Presse… begann in „Kuka“ Köthen mit der Schülerzeitung. Nach dem Abi habe ich in Kanada ein FSJ gemacht. Zum Studium ging es nach Berlin, wo ich über die hohe Kunst des Hipster-Daseins diskutierte. Im Auslandsstudium spielte meine Violine in vielen Irish-Pubs. Das Big-Business des Fernsehens wurde mir dann im Praktikum auf Französisch erklärt. Einmal quer durch die Medienwelt gereist, bin ich wieder da, womit alles begann: ich schreibe.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre… hätte ich bei einer anderen Lokalzeitung gearbeitet.

Mein erster veröffentlichter Artikel… drehte sich um ein Schwimmbadfest. Die heroischen Details dieser Geschichte sind mir leider entfallen.

Wenn ich Chefredakteurin wäre… könnte der Albtraum des Veggie Days wahr werden.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte… Slavoj Zizek, um ansatzweise zu verstehen, wovon er spricht.

Mail an Tanja Goldbecher

Jürgen Freitag – Volo bis September 2015, nun Redakteur

Mein Weg zur Freien Presse… führte über die Tagesthemen. Klingt komisch, ist aber so. Ulrich Wickert fachsimpelte früher immer mit Politikwissenschaftlern, die Schlaues über den Nahost-Konflikt, Rot-Grün und den Teuro zu berichten hatten. Da dachte ich: “Irgendwas mit Medien? Über Staatskunst sprechen? Das kannst du auch!” Nach dem Abitur studierte ich deshalb Politik; mittendrin kam die große Ernüchterung. Nein, ich will mein Leben lang nicht nur (sic!) über Machiavelli oder den Multiple-Stream-Ansatz referieren. Über ein paar Umwege – Studentenzeitung, Lokalblatt und überregionale Presse – verliebte ich mich in den Journalismus. Und das Handwerkszeug lerne ich nun bei Sachsens größter Zeitung.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre,… würde ich jetzt auf Hawaii leben und mit Haien schwimmen. Mal ehrlich … An der Stelle möchte ich Peer Steinbrücks inoffiziellen Wahlkampf-Slogan aus der Mottenkiste hervorkramen: “Hätte, hätte, Fahrradkette.”

Mein erster veröffentlichter Artikel… erschien am 19. Oktober 2007 – ein historisches Datum. Am selben Tag einigen sich die Länderchefs der Europäischen Union in Lissabon auf einen neuen Grundlagenvertrag, der Bundesrat stimmt der Neufassung der Passverordnung zu und die Ärzte stiegen mit “Junge” von null auf Platz eins in die deutschen Single-Charts ein. Ach so, in meinem Artikel schrieb ich über Frauen in der Wissenschaft. Die Universität Jena feierte nämlich 100 Jahre Frauenstudium. Meine Lieblingsstelle: “Es war eine Zeit, in der Frauen attestiert wurde, sie hätten eine geringere Gehirnmasse als Männer.” Wie die Zeiten sich ändern … Wer mit in Erinnerungen schwelgen möchte, den Artikel gibt es heute noch auf der Uni-Seite. Klick.

Wenn ich Chefredakteur wäre,… Wäre? Bin. Spätestens in zwanzig Jahren, zumindest ist das der Plan. Werfen wir gemeinsam einen Blick in die Zukunft: Print ist nicht tot, aber der digitale Nachwuchs ist groß geworden. Das Lokale hat sich behauptet und ist mehr denn je die Marke einer Zeitung. Reporter, Informatiker und Grafiker sitzen heute in einem Raum zusammen und basteln an neuen Apps und Erzählformen. Schöne neue Medienwelt.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte… Derzeit leben rund 7,1 Milliarden Menschen auf der Erde (Stand 2013). Sich da einen raus zu picken, finde ich vermessen. In der engeren Auswahl sind auf jeden Fall Beate Zschäpe, Larry Page und Dan Castellaneta.

Mail an Jürgen Freitag

Eva Marie Stegmann – Volo bis September 2015, nun Redakteurin

Mein Weg zur Freien Presse… aus einer bezaubernden Kleinstadt am Main stammend führte mich mein Weg zunächst zur Frankfurter Rundschau. Nach vier lehrreichen Jahren dort machte ich mich vor drei Wochen mit einem Abschluss in Soziologie in der Tasche auf, um im Osten mein Glück zu suchen.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre… gute Frage. Über einen Plan B habe ich mir bisher keine Gedanken gemacht.

Mein erster veröffentlichter Artikel… Porträt eines nordkoreanischen Zirkuses im Frankfurter Stadtmagazin Fritz.

Wenn ich Chefredakteurin wäre… würde ich alle wichtigen Aufgaben an fähige Leute delegieren und mich zum Romane schreiben in mein Haus in der Provence zurückziehen :-)

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte… Chuck Palahniuk. Und wenn der keine Zeit haben sollte, Haruki Murakami. Beide sind überragende zeitgenössische Autoren!

Mail an Eva Marie Stegmann

Sebastian Siebertz – Volo bis September 2015, nun Redakteur

Mein Weg zur Freien Presse… brachte mich nach meinem Studium in Köln schneller nach Chemnitz als ich für möglich gehalten habe. Deutlich länger war allerdings der erste Rückweg in die rheinländische Heimat: Mehr als neun Stunden tingelte ich mit der Deutschen Bahn von Chemnitz nach Bonn. Ein Reiseerlebnis mit den logischen Zwischenstationen Magdeburg und Hannover.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre… würde ich die meiste Zeit wohl noch immer über die Sportplätze der ehemaligen Bundeshauptstadt wandeln.

Mein erster veröffentlichter Artikel… handelte von starken Frauen. Ich durfte nämlich über eins der wenigen weiblichen American-Football-Teams Europas schreiben. Die Quintessenz: Football ist kein Kontaktsport, sondern ein Kollisionssport! Auch bei den Damen.

Wenn ich Chefredakteur wäre… würde ich schweißgebadet aufwachen, mich umdrehen und dann wieder einschlafen.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte… Louis van Gaal. Den kauzigen Ex-Bayern-Trainer will ich unbedingt fragen, wo beim Fußball der genaue Unterschied zwischen „Chancen“ und „Möglichkeiten“ liegt. Den betonte der Niederländer während seiner Zeit als Feierbiest in München dauernd, wollte es den „unwissenden Journalisten“ jedoch nie erklären. Es wäre auf jeden Fall ein Interview mit nur zwei Optionen: Tod oder Gladiolen.

Mail an Sebastian Siebertz

Julia Lappert – Volo bis Dezember 2014, nun Redakteurin

Julia Lappert

Mein Weg zur Freien Presse… verlief zwischen Deutschland und Österreich, Köln und Düsseldorf, Westen und Osten. Führte mich von der Supermarktkasse, zu Kaninchenzüchtern im Bergischen Land, in Schützenfestzelte im Kölner Norden, vor das Schnittpult eines Lokalradiosenders, an einen Kopierer der Uni Düsseldorf, in ein traumhaftes Städtchen in Finnland – und schließlich ins sächsische Manchester.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre, wäre ich… im Rheinland geblieben. Und hätte nie erfahren, dass „Muschebubu“ kein Schweinkram ist. Dass man nicht verrückt ist, wenn man mal „e Ringel lofen will“ und dass man sich zum Gruße die Hand reicht, auch wenn man sich jeden Tag sieht.

Mein erster veröffentlichter Artikel... war über die EM 2008, die Studenten in Wien Vorlesungen mit Titeln wie „Kann ein Fußball fair sein? Unter welchen Bedingungen werden Fußbälle hergestellt?“ oder „Fußball – Zur Phänomenologie eines Spektakels“ bescherte.

Wenn ich Chefredakteurin wäre… gäbs Pommes Rot-Weiß, Currywurst und Kölsch jeden Tag in der Kantine. Nach Feierabend natürlich.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte… Helmut Schmidt. Für ihn würde ich auch anfangen, Mentholzigaretten zu rauchen.

Mail an Julia Lappert

Franziska Pester – Volo bis Dezember 2014, nun Redakteurin

Franziska Pester

Mein Weg zur Freien Presse… In meiner Heimatstadt Chemnitz habe ich Politikwissenschaft studiert. In dieser Zeit habe ich Praktika bei verschiedenen Medienhäusern gemacht. So auch bei der Freien Presse. Nach den zwölf Wochen blieb ich hängen und habe mir fast drei Jahre als freier Mitarbeiter in Mittelsachsen die Finger wund geschrieben.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre…,dann hätte ich mich vermutlich beim Auswärtigen Amt beworben und wäre jetzt quer durch die Weltgeschichte gereist.

Mein erster veröffentlichter Artikel…war die Ankündigung einer Rassekaninchen-Ausstellung in Oederan. Willkommen im Lokaljournalismus :-)

Wenn ich Chefredakteurin wäre,… dann würde ich für jede Redaktion eine Redaktions-Katze anschaffen. Schon mancher Kollege hat mir erzählt, wie beruhigend das leise Schnurren ist.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte…Ohje. Da ich unglaublich neugierig bin und im Grunde jeden ausfrage, der mir gegenüber sitzt, fällt mir da niemand spezielles ein.

Mail an Franziska Pester

Benjamin Lummer – Volo bis Dezember 2013, nun Redakteur

Benjamin Lummer

Mein Weg zur Freien Presse… führt mich jeden morgen durch den schönen Park der Opfer des Faschismus in die Chemnitzer Innenstadt. Vor vielen Jahren begann er mal in Zwickau, ging dann nach Chemnitz von dort vorübergehend nach Tampere, danach quer durch Europa und dann wieder nach Chemnitz.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre, wäre ich…
jetzt wohl tief in eine Dissertation über irgend ein Thema aus der Internationalen Politik versunken, würde in Bibliotheken wohnen, in der Kantine speisen, auf Partys feiern – also weiter ein Studentenlotterleben führen.

Mein erster veröffentlichter Artikel…
handelte von Pussys – und war dennoch kein Schweinkram. So nämlich heißen Tüten auf Finnisch. Woher ich das weiß? Siehe erste Frage.

Wenn ich Chefredakteur wäre… gebe es einen richtig guten Cappuccino-Vollautomat in der Redaktion.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte… Gabriel Garcia Marquez, dann könnte ich gleich mal Urlaub in Südamerika machen.

Mail an Benjamin Lummer

Laura Kaiser – Volo bis Dezember 2013, nun ausgebildete Redakteurin

Laura Kaiser

Mein Weg zur Freien Presse… war zunächst sehr kurz – zwischen Schule und Lokalredaktion lagen nur wenige hundert Meter – und führte mich über Studentenmagazin und Praktikum beim freien Radio später als Volo auch wieder zurück. Allerdings ins Haupthaus nach Chemnitz, wo wieder nur wenige hundert Meter zwischen der Redaktion und meinem Zuhause liegen…

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre…
hätte ich mich vielleicht bei Teach First erst einmal als Lehrerin versucht oder fleißig weiter beworben. Schreiben will ich auf jeden Fall.

Mein erster veröffentlichter Artikel… war, wenn ich mich richtig erinnere, eine Buchrezension in der Schülerzeitung. Ich war damals riesiger Fan von Wolfgang Hohlbein.

Wenn ich Chefredakteurin wäre…
würde ich einen Dachgarten mit Pool anlegen (es ist, während ich das schreibe, übrigens sehr heiß…). Natürlich könnte man dort aber auch in Ruhe Interviews führen oder sich mit dem Laptop auf die Hollywoodschaukel setzen.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte…
ist schwer zu sagen. Die spannendsten Gespräche hatte ich oft mit vermeintlich ganz normalen Leuten, mit Menschen, die für etwas brennen. Und natürlich die Leute, an die man die Fragen schon im Kopf hat, die sich aber eh sehr bedeckt halten. Walter Moers, bitte melden Sie sich!

Mail an Laura Kaiser

Michael Stellner  – Volo bis Oktober 2013, nun Redakteur

Michael Stellner

Mein Weg zur Freien Presse… führt über die Autobahnauffahrt Garham/Vilshofen, wo ich aufgewachsen bin, über die A 3 nach Regensburg, wo ich Germanistik und Politikwissenschaft studiert habe, weiter über die A 93 bis zur Überfahrt auf die A 72 und dauert mal eben schlappe dreieinhalb Stunden. Aber seit ich die Wohnung in Chemnitz habe, geht’s schneller.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre,… würde ich Schwibbögen und Weihnachtspyramiden weiterhin für kitschig halten. So halte ich sie zwar immer noch für kitschig, muss aber zugeben, dass sie immerhin einen gewissen Gemütlichkeitsfaktor mitbringen.

Mein erster veröffentlichter Artikel… handelte von einem sanierten Haus, das einen Denkmalpreis bekommen hat. Er entstand während eines Praktikums bei der Passauer Neuen Presse irgendwann um die Jahrtausendwende. Als die Geschichte in der Zeitung gedruckt war, riefen mich einige Leute an und fragten, ob der Preis tatsächlich an dieses merkwürdig schiefe und finstere Gebäude gegangen war. Ja, war er und das Haus war kerzengerade und hell. Aber das Foto zur Geschichte stammte von meinem alten 20-Mark-Fotoapparat.

Wenn ich Chefredakteur wäre,… würde mich wahrscheinlich stören, dass ich vor lauter organisatorischer Aufgaben kaum noch zum Schreiben käme.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte… Kim Jong Un. Neben den ganz offensichtlichen Fragen an den Spross aus der nordkoreanischen Erb-Diktatur würde mich vor allem interessieren, was sein Frisör eigentlich beruflich macht.

Mail an Michael Stellner

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