Wir sind die Nachwuchs-Redakteure der Freien Presse

 

Lukas Fischer – An Bord seit April 2018

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Foto: Jonathan Rebmann

Mein Weg zur Freien Presse war schon immer recht kurz, schließlich ist der Briefkasten ja nicht weit weg. Im beruflichen Sinne war für mich früh klar, dass ich eines Tages schreiben möchte – da bot sich das Volontariat hier perfekt an.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre, dann hätte ich unter irgendeiner Brücke sicherlich noch ein lauschiges Plätzchen gefunden. Oder ich hätte nach einer anderen Arbeitsstelle gesucht. Wahrscheinlich eher Letzteres.

Mein erster veröffentlichter Artikel kommt aus der Kläranlage. Es war mein erster Tag in einer Redaktion und die Chemnitzer Abwasserreinigungsanlage informierte gerade an jenem Tag aufgrund eines anstehenden Jubiläums über ihre Arbeitsweise. Immerhin: Es hat nicht gestunken.

Wenn ich Chefredakteur wäre, dann hätte ich nicht nur mehr Geld, sondern auch mehr Stress. Erstmal sollte ich aber richtig das Handwerk lernen – danach können wir gern nochmal darüber reden.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte: Michael Schumacher. Schon von Kindheit an bin ich großer Formel-1-Fan und Schumi war stets mein Idol. Außerdem würde ich mit dem Interview über Nacht berühmt werden, schließlich hat man seit seinem Skiunfall leider nichts mehr von ihm gehört.

Joseph Wenzel – An Bord seit Oktober 2017

Mein Weg zur Freien Presse verdanke ich einer sehr guten Freundin. Davor kamen: Abitur in Olbernhau, Studium in Dresden, Arbeit für eine NGO.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre, wäre ich wahrscheinlich auf den Mund gefallen. Denn: auch Journalismus ist ein Handwerk, das man erst lernen muss.

Mein erster veröffentlichter Artikel ist während meines Austauschjahres im Pub „The Mezz“ in mitten des  legendären Dubliner Szeneviertel Temple Bar entstanden. Er erschien – ein wenig zensiert – in der Schülerzeitung des Gymnasiums Olbernhau.

Wenn ich Chefredakteur wäre hätte die Zeitung in jeder Ausgabe ein Leserforum. Die Hauptaufgabe von Printjournalisten ist nicht schreiben, sondern: zuhören, beobachten und recherchieren. Dies gilt besonders für das Befinden und die Belange der eigenen Leserschaft.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte: den Schriftsteller Jack Kerouac, den Musiker Victor Jara, den Anwalt Fritz Bauer und die Journalistin Clare Hollingworth – leider sind sie alle bereits tot.

Nina Monecke – An Bord seit Oktober 2017

Mein Weg zur Freien Presse führte über eine ruckelige und verspätete Fahrt mit der nostalgischen Reichsbahn von Leipzig nach Chemnitz. Liebe MRB, bekommt das bitte endlich in den Griff!

Mein erster veröffentlichter Artikel war die klassische Meldung über eine Jahreshauptversammlung. Damals war ich Schülerpraktikantin bei meiner Heimatzeitung im Harz. An den Verein erinnere ich mich nicht mehr. Aber Kaffee und Kuchen gab’s bestimmt.

Wenn ich Chefredakteurin wäre, würden mehr Frauen im Politik- und Meinungsteil schreiben.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte: Klaus Kinski. Wer das schafft, den kann nichts mehr erschüttern. Schaut selbst!

Kristin Vardi – An Bord seit August 2017

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Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre, hätte ich nie die schöne Routine kultivieren können, mit dem Zug durch die prächtige Landschaft zwischen Leipzig und Chemnitz zu fahren, die taz lesen und dabei Cappuccino trinken zu können.

Mein erster veröffentlichter Artikel erschien in dem von mir während der achten Klasse gegründeten Magazin „Nanu“ (immerhin fünf Ausgaben und vier Mitstreiter) und war mit einem selbst gemalten rauchenden Frosch illustriert. Ich weiß nicht mehr, warum es ein Frosch war und warum der rauchte. Es ging um die „IG Schöne Menschen“, ein DJ-Trio aus meiner Heimatstadt.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte/interviewt hätteClaire Denis, Maxie Wander, Clemens Meyer  oder Alexander Kluge. Warum? Weil sie sich Fragen stellen, die man sich selbst nicht alle Tage stellt.

Ulrike Abraham – An Bord sei Juni 2017

Mein Weg zur Freien Presse hat als Praktikantin im Buchprogramm begonnen. Dort habe ich drei Jahre lang an Texten anderer herumgenörgelt – und irgendwann Lust bekommen, selbst zu schreiben. Aber nicht gleich ganze Bücher.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre, würde ich wahrscheinlich immer noch kellnern. Gott sei Dank ist den Menschen das erspart geblieben.

Mein erster veröffentlichter Artikel hat mich Zeit und Nerven gekostet. Es ging um eine Lesereihe, von Studenten organisiert. Ich war sehr akribisch und habe bestimmt vier Stunden Interviewmaterial zusammengetragen.

Wenn ich Chefredakteur wäre, bekäme der Regionalteil viel mehr Platz.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte: George Orwell. Aus egoistischen Gründen. Der Mann war Hellseher oder so, ein Gespräch mit ihm wäre sicher aufschlussreich.

Jonathan Rebmann – an Bord seit Oktober 2016

Foto: Pamela Geißler

Mein Weg zur Freien Presse … dauert 15 Minuten mit dem Fahrrad, seitdem ich in Chemnitz wohne. Beworben hatte ich mich deutschland- und weltweit bis einschließlich Florida. Dann kam die Einladung zum Vorstellungsgespräch nach Chemnitz. Auf der Rückfahrt im Zug wusste ich: Freie Presse, da will ich hin.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre, … ich bin hier nicht gelandet, sondern mit der Bahn angereist. Ansonsten würde ich im Ruhrpott für ein Magazin schreiben. Von Florida kam leider keine Zusage. :/

Mein erster veröffentlichter Artikel … war eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur, an die ich mich nicht mehr erinnere. Selbst recherchiert und verfasst habe ich in der Lokalredaktion Plauen einen Artikel über Zugvögel. Die Silberreiher können nämlich ganz schön behäbig sein. Solange es noch was zu fressen gibt, haben sie keine Lust in den Süden zu fliegen.

Wenn ich Chefredakteur wäre, … bin ich das noch nicht?! Ich dachte Volontär wäre so eine Leitungsposition. Wie bitte, ich bin Auszubildender?!

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte: … den genialen Spieleerfinder Klaus Teuber. Von ihm stammt das berühmte Spiel „Die Siedler von Catan“. Wie hat er das gemacht? Wie kam er auf die Idee? Ich möchte mir da ein paar Tipps abholen, denn ich habe ein besonderes Hobby: Brettspiele erfinden. :D

Lea Becker – an Bord seit Oktober 2016

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Foto: Jonathan Rebmann

Mein Weg zur Freien Presse … führte nach dem Abitur in Düsseldorf erst mal zum Studium der Medienwissenschaft in Potsdam, gefolgt von einem kulturjournalistischen Masterstudium in Berlin. Währenddessen Praktika, Studentenjobs und freie Mitarbeit im Medienbereich. Nach ersten Jobs beim Fernsehen und in der Öffentlichkeitsarbeit fiel die Entscheidung für ein Volontariat. Et voilà: Hier bin ich.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre, … hätte ich mehr Zeit für Netflix, aber weniger Geld für Essen.

Mein erster veröffentlichter Artikel … ist mir so gut wie gar nicht peinlich. Bitte sehr.

Wenn ich Chefredakteurin wäre, … wäre die Zeitung voll mit Geschichten über Deutschrap und vegane Ernährung und meine Work-Life-Balance wahrscheinlich im Eimer. Das kann doch keiner wollen, Leute!

Wen ich am liebsten mal interviewen möchteWilly Brandt, Nikel Pallat und Helge Schneider.

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