Der Volo-Blog der Freien Presse

Jetzt erzählen die Nachwuchsredakteure

Jürgen Freitag – an Bord seit Oktober 2013

Jürgen Freitag

Mein Weg zur Freien Presse… führte über die Tagesthemen. Klingt komisch, ist aber so. Ulrich Wickert fachsimpelte früher immer mit Politikwissenschaftlern, die Schlaues über den Nahost-Konflikt, Rot-Grün und den Teuro zu berichten hatten. Da dachte ich: “Irgendwas mit Medien? Über Staatskunst sprechen? Das kannst du auch!” Nach dem Abitur studierte ich deshalb Politik; mittendrin kam die große Ernüchterung. Nein, ich will mein Leben lang nicht nur (sic!) über Machiavelli oder den Multiple-Stream-Ansatz referieren. Über ein paar Umwege – Studentenzeitung, Lokalblatt und überregionale Presse – verliebte ich mich in den Journalismus. Und das Handwerkszeug lerne ich nun bei Sachsens größter Zeitung.

Wenn ich nicht bei der Freien Presse gelandet wäre,… würde ich jetzt auf Hawaii leben und mit Haien schwimmen. Mal ehrlich … An der Stelle möchte ich Peer Steinbrücks inoffiziellen Wahlkampf-Slogan aus der Mottenkiste hervorkramen: “Hätte, hätte, Fahrradkette.”

Mein erster veröffentlichter Artikel… erschien am 19. Oktober 2007 – ein historisches Datum. Am selben Tag einigen sich die Länderchefs der Europäischen Union in Lissabon auf einen neuen Grundlagenvertrag, der Bundesrat stimmt der Neufassung der Passverordnung zu und die Ärzte stiegen mit “Junge” von null auf Platz eins in die deutschen Single-Charts ein. Ach so, in meinem Artikel schrieb ich über Frauen in der Wissenschaft. Die Universität Jena feierte nämlich 100 Jahre Frauenstudium. Meine Lieblingsstelle: “Es war eine Zeit, in der Frauen attestiert wurde, sie hätten eine geringere Gehirnmasse als Männer.” Wie die Zeiten sich ändern … Wer mit in Erinnerungen schwelgen möchte, den Artikel gibt es heute noch auf der Uni-Seite. Klick.

Wenn ich Chefredakteur wäre,… Wäre? Bin. Spätestens in zwanzig Jahren, zumindest ist das der Plan. Werfen wir gemeinsam einen Blick in die Zukunft: Print ist nicht tot, aber der digitale Nachwuchs ist groß geworden. Das Lokale hat sich behauptet und ist mehr denn je die Marke einer Zeitung. Reporter, Informatiker und Grafiker sitzen heute in einem Raum zusammen und basteln an neuen Apps und Erzählformen. Schöne neue Medienwelt.

Wen ich am liebsten mal interviewen möchte… Derzeit leben rund 7,1 Milliarden Menschen auf der Erde (Stand 2013). Sich da einen raus zu picken, finde ich vermessen. In der engeren Auswahl sind auf jeden Fall Beate Zschäpe, Larry Page und Dan Castellaneta.

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