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THIS IS RADIO!

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Von Tanja Goldbecher

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Foto: Tanja Goldbecher

Die journalistische Recherche bleibt gleich. Ansonsten werden die Informationen im Radio aber ganz anders verarbeitet als bei der Zeitung.

 

Das Manuskript zum Beitrag:

Radio und Zeitung haben eine Gemeinsamkeit: Die journalistische Recherche muss gründlich sein. Allerdings werden die gesammelten Informationen sehr unterschiedlich verarbeitet.

Ein Zeitungsartikel liegt direkt vor den Lesern. Zahlen und Fakten stehen dort schwarz auf weiß. Beim Radio müssen die Informationen so logisch und schlüssig dargestellt werden, dass sie die Hörer auf Anhieb verstehen.

Deshalb stellt sich der Radiomoderator vor, dass er direkt zu den Hörern spricht. Wer nun glaubt, dass man die Schriftsprache damit vergessen kann, täuscht sich.

Für alle Radiobeiträge, die nicht live gesendet werden, fertigen die Journalisten Manuskripte an. Erst wenn die Redaktion diesen Text genehmigt hat, kann sich die Reporterin vor das Mikrofon setzen.

Viele Beiträge werden mit O-Tönen versehen. Das heißt, dass zum Beispiel ein Experte angerufen wird oder man direkt mit dem Mikrofon Menschen interviewt. Das Zusammenschneiden der verschiedenen Töne und Stimmen erfolgt meistens in der Redaktion.

Weil der Sprecher ganz allein im Studio ist, kann es ihm schwerfallen, sich die Zuhörer vorzustellen. Da hilft es Atempausen und die Betonung im Text zu markieren.

Freies Sprechen will geübt sein. Viele Journalisten nehmen dafür Sprechtraining. Besonders hohe Anforderungen gelten an die Moderatoren: Sie sollten gute Stimmen haben, sympathisch klingen und natürlich »rüber kommen«.

Zwei Minuten und dreißig Sekunden dauert ein durchschnittlicher Beitrag im Radio. Nun kann man sich die Unterscheide zur Zeitung gut vorstellen. Wer einen Artikel mal laut vorliest, braucht sicher länger dafür.

Radio ist schnell. Informationen können jederzeit aktuell gesendet werden. Zeitung schafft es dafür, Zusammenhänge ausführlicher darzustellen. Wer hauptsächlich Online-Medien konsumiert – wie diesen Blog – könnte den Vergleich sowieso überflüssig finden. Dort werden diese Medienarten häufig einfach miteinander kombiniert.

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