Der Volo-Blog der Freien Presse

Jetzt erzählen die Nachwuchsredakteure

„Na, dann schießen Sie mal los“…

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VON JULIA LAPPERT

…wie oft ich diese Floskel auf Presseterminen schon gesagt habe, weiß ich nicht. Jetzt sagte diesen Satz mal jemand zu mir – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Während andere Vereine trockene Pressemitteilungen schreiben, um die Bilanz des Vorjahres bekannt zu geben und die aktuellen Termine anzukündigen, lässt sich der Plauener Schützenverein „Treffer“ nicht lumpen und lädt jedes Jahr zum traditionellen „Presseentenschießen“ ein – um all den Informationen einen unterhaltsamen Rahmen zu geben.

Ein kostenloses Mittagessen in Sicht?

Julia am Schießstand

Julia am Schießstand

In der Plauener Redaktion drückte man mir die Einladung des Vereins in die Hand – verbunden mit guten Wünschen und Hoffnungen auf ein kostenloses Mittagessen. Der erste Preis sollte schließlich eine richtige Ente – bereits geschlachtet und fertig für den Ofen – sein.

 

Nach einem Kaffee in der Vereinsgaststätte der Schützen – das war wohl schon der erste Fehler, denn richtige Schützen verzichten auf das Heißgetränk, um eine ruhige Hand zu haben – und einem kurzen Pressegespräch ging es mit den anderen Journalisten auf den Schießstand.

Einmal Tatortkommissarin spielen

25 Meter war die Zielscheide entfernt

25 Meter war die Zielscheibe entfernt

Der Vereinsvorsitzende wies mich ein und lud mir die Kleinkaliberpistole. Gehörschutz auf die Ohren und los gings. Einmal Tatortkommissarin spielen, das war schon toll. Nach fünf Probeschüssen hatte jeder zwei mal fünf Schüsse, die in 25 Meter Entfernung auf der Schießscheibe landen sollten. Sollten, denn so motivierend der Name „Treffer“ der Gastgeber auch klingt – aus mir wird in diesem Leben wohl keine Schützenkönigin mehr.

Die einzig wahre Presseente

Das neue Zuhause der Ente

Das neue Zuhause der Ente

Mit 17 Ringen landete ich auf dem sechsten Platz – von sechs Plätzen. Und hatte alles richtig gemacht, da nur der erste und letzte Platz mit Geschenken geehrt wurden. Als Trostpreis bekam ich vom Vorsitzenden des Schützenvereins eine weiße Tonente mit schickem Schleifchen – die wahre Presseente, wie mir versichert wurde – überreicht. Sie wacht nun in der Plauener Redaktion über meine Tastatur, damit ich keine Presseenten, pardon Zeitungsenten, produziere.

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