Der Volo-Blog der Freien Presse

Jetzt erzählen die Nachwuchsredakteure

Crossmedial Richtung Leipzig

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VON SEBASTIAN SIEBERTZ

„Crossmedial. Praxisnah. Interaktiv.“ Mit diesem Slogan bewirbt die Leipzig School of Media ihren Volontärskurs, den wir Volontäre von der Freien Presse besuchen. Einmal im Monat geht es nach Leipzig zu einer dreitägigen Schulung, die den Dienstjüngsten aus den Redaktionen das Rüstzeug journalistischen Arbeitens an die Hand geben soll.

An der Leipzig School of Media

Die Zeitung im Fokus, das Internet im Blick. Die FP-Volontäre bilden sich an der Leipzig School of Media crossmedial weiter.

Drei knackige Worte und vier frisch eingestellte Volontäre – das ergibt zusammen viele Erwartungen und ein Fragezeichen. „Praxisnah“ und „Interaktiv“ sind leicht aus dieser Gleichung aufzulösen. Wer würde etwas anderes von einem Kurs für junge Journalisten erwarten. Aber „Crossmedial“? Sind wir nicht bei einer regionalen Tageszeitung? Was haben wir mit „Crossmedia“ zu tun? Beim Blick in den Duden löst sich das  Fragezeichen hinter dem Anglizismus nicht auf, sondern es lässt einen in den vermeintlich ergonomisch geformten Bürostuhl zurücksacken. Das wohl bedeutendste Nachschlagewerk der deutschen Sprache erklärt den Begriff nämlich folgendermaßen: „Unterschiedliche Medien (z.B. Fernsehen, Film, Internet) übergreifend“. Wo ist bei der Aufzählung der Medien die Zeitung geblieben, liebe geistige Erben Konrad Dudens? Oder gilt das Medium Tageszeitung in seiner öffentlichen Wahrnehmung einfach als so unzeitgemäß, dass es bei der Beschreibung von „crossmedial“ schlichtweg nichts mehr zu suchen hat? Die Beantwortung dieser Fragen diskutieren Wissenschaftler, routinierte Journalismus-Experten in den verschiedensten Medien (also „crossmedial“). Einen Lösungsansatz liefern alle. Allein der Wahrheitsgehalt lässt sich bei Vorhersagen aktuell nur schwer messen. Meine wenig routinierte Meinung dazu: Wir lernen „Crossmedia“ – wir Volontäre und damit auch die Tageszeitung „Freie Presse“. Dass man nicht bei null anfängt, zeigt der Internetauftritt freiepresse.de. Dass man sich weiterentwickeln will, dafür spricht der Kurs in Leipzig und ein Stück weit auch dieser Volo-Blog.

Die Fakten zum Volontärskurs an der „Leipzig School of Media“:

  • Anders als bei anderen Einrichtungen verteilt sich der Volontärskurs nicht über drei zusammenhängende Wochen. In sieben Modulen werden an jeweils drei Tagen die Grundlagen des journalistischen Arbeitens vermittelt.
  • Die Module befassen sich unter anderem mit den Themen Recherche, journalistische Darstellungsformen und rechtlichen Rahmenbedingungen.
  • Die Dozenten kommen aus Theorie und Praxis. Zum Beispiel: Prof. Dr. Michael Haller vom Institut für praktische Journalismus- und Kommunikationsforschung Leipzig oder Wolfgang Scheida von der Welt.

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